| Paragraph71.
(1) Änderungen der Satzung bedürfen zu ihrer Wirksamkeit der Eintragung in
das Vereinsregister. Die Änderung ist von dem Vorstande zur Eintragung
anzumelden. Der Anmeldung ist der die Änderung enthaltende Beschluß in Urschrift
und Abschrift beizufügen.
(2) Die Vorschriften der §§ 60 bis 64 und des § 66 Abs. 2 finden
entsprechende Anwendung. |
Paragraph 118.
Eine nicht ernstlich gemeinte Willenserklärung, die in der Erwartung
abgegeben wird, der Mangel derErnstlichkeit werde nicht verkannt werden, ist
nichtig. |
Paragraph 276.
(1) Der Schuldner hat, sofern nicht ein anderes bestimmt ist, Vorsatz und
Fahrlässigkeit zu vertreten. Fahrlässig handelt, wer die im Verkehr
erforderliche Sorgfalt außer acht läßt. Die Vorschriften der §§ 827, 828 finden
Anwendung.
(2) Die Haftung wegen Vorsatzes kann dem Schuldner nicht im voraus erlassen
werden. |
Paragraph 345.
Bestreitet der Schuldner die Verwirkung der Strafe, weil er seine
Verbindlichkeit erfüllt habe, so hat er die Erfüllung zu beweisen, sofern nicht
die geschuldete Leistung in einem Unterlassen besteht. |
Paragraph 459.
(1) Der Verkäufer einer Sache haftet dem Käufer dafür, daß sie zu der Zeit,
zu welcher die Gefahr auf den Käufer übergeht, nicht mit Fehlern behaftet ist,
die den Wert oder die Tauglichkeit zu dem gewöhnlichen oder dem nach dem
Vertrage vorausgesetzten Gebrauch aufheben oder mindern. Eine unerhebliche
Minderung des Wertes oder der Tauglichkeit kommt nicht in Betracht.
(2) Der Verkäufer haftet auch dafür, daß die Sache zur Zeit des Überganges
der Gefahr die zugesicherten Eigenschaften hat. |
Paragraph672.
Der Auftrag erlischt im Zweifel nicht durch den Tod oder den Eintritt der
Geschäftsunfähigkeit des Auftraggebers. Erlischt der Auftrag, so hat der
Beauftragte, wenn mit dem Aufschube Gefahr verbunden ist, die Besorgung des
übertragenen Geschäfts fortzusetzen, bis der Erbe oder der gesetzliche Vertreter
des Auftraggebers anderweit Fürsorge treffen kann; der Auftrag gilt insoweit als
fortbestehend. |
Paragraph 717.
Die Ansprüche, die den Gesellschaftern aus dem Gesellschaftsverhältnisse
gegeneinander zustehen, sind nicht übertragbar. Ausgenommen sind die einem
Gesellschafter aus seiner Geschäftsführung zustehenden Ansprüche, soweit deren
Befriedigung vor der Auseinandersetzung verlangt werden kann, sowie die
Ansprüche auf einen Gewinnanteil oder auf dasjenige, was dem Gesellschafter bei
der Auseinandersetzung zukommt. |
Paragraph 871.
Steht der mittelbare Besitzer zu einem Dritten in einem Verhältnisse der in §
868 bezeichneten Art, so ist auch der Dritte mittelbarer Besitzer. |
Paragraph 918.
(1) Die Verpflichtung zur Duldung des Notwegs tritt nicht ein, wenn die
bisherige Verbindung des Grundstücks mit dem öffentlichen Wege durch eine
willkürliche Handlung des Eigentümers aufgehoben wird.
(2) Wird infolge der Veräußerung eines Teiles des Grundstücks der veräußerte
oder der zurückbehaltene Teil von der Verbindung mit dem öffentlichen Wege
abgeschnitten, so hat der Eigentümer desjenigen Teiles, über welchen die
Verbindung bisher stattgefunden hat, den Notweg zu dulden. Der Veräußerung eines
Teiles steht die Veräußerung eines von mehreren demselben Eigentümer gehörenden
Grundstücken gleich. |
Paragraph29.
Soweit die erforderlichen Mitglieder des Vorstandes fehlen, sind sie in
dringenden Fällen für die Zeit bis zur Behebung des Mangels auf Antrag eines
Beteiligten von dem Amtsgericht zu bestellen, das für den Bezirk, in dem der
Verein seinen Sitz hat, das Vereinsregister führt. |
Paragraph 166.
(1) Soweit die rechtlichen Folgen einer Willenserklärung durch Willensmängel
oder durch die Kenntnis oder das Kennenmüssen gewisser Umstände beeinflußt
werden, kommt nicht die Person des Vertretenen, sondern die des Vertreters in
Betracht.
(2) Hat im Falle einer durch Rechtsgeschäft erteilten Vertretungsmacht
(Vollmacht) der Vertreter nach bestimmten Weisungen des Vollmachtgebers
gehandelt, so kann sich dieser in Ansehung solcher Umstände, die er selbst
kannte, nicht auf die Unkenntnis des Vertreters berufen. Dasselbe gilt von
Umständen, die der Vollmachtgeber kennen mußte, sofern das Kennenmüssen der
Kenntnis gleichsteht. |
Paragraph 266.
Der Schuldner ist zu Teilleistungen nicht berechtigt. |
Paragraph 366.
(1) Ist der Schuldner dem Gläubiger aus mehreren Schuldverhältnissen zu
gleichartigen Leistungen verpflichtet und reicht das von ihm Geleistete nicht
zur Tilgung sämtlicher Schulden aus, so wird diejenige Schuld getilgt, welche er
bei der Leistung bestimmt.
(2) Trifft der Schuldner keine Bestimmung, so wird zunächst die fällige
Schuld, unter mehreren fälligen Schulden diejenige, welche dem Gläubiger
geringere Sicherheit bietet, unter mehreren gleich sicheren die dem Schuldner
lästigere, unter mehreren gleich lästigen die ältere Schuld und bei gleichem
Alter jede Schuld verhältnismäßig getilgt. |
Paragraph 467.
Auf die Wandelung finden die für das vertragsmäßige Rücktrittsrecht geltenden
Vorschriften der §§ 346 bis 348, 350 bis 354, 356 entsprechende Anwendung; im
Falle des § 352 ist jedoch die Wandelung nicht ausgeschlossen, wenn der Mangel
sich erst bei der Umgestaltung der Sache gezeigt hat. Der Verkäufer hat dem
Käufer auch die Vertragskosten zu ersetzen. |
Paragraph660.
(1) Haben mehrere zu dem Erfolge mitgewirkt, für den die Belohnung ausgesetzt
ist, so hat der Auslobende die Belohnung unter Berücksichtigung des Anteils
eines jeden an dem Erfolge nach billigem Ermessen unter sie zu verteilen. Die
Verteilung ist nicht verbindlich, wenn sie offenbar unbillig ist; sie erfolgt in
einem solchen Falle durch Urteil.
(2) Wird die Verteilung des Auslobenden von einem der Beteiligten nicht als
verbindlich anerkannt, so ist der Auslobende berechtigt, die Erfüllung zu
verweigern, bis die Beteiligten den Streit über ihre Berechtigung unter sich
ausgetragen haben; jeder von ihnen kann verlangen, daß die Belohnung für alle
hinterlegt wird.
(3) Die Vorschrift des § 659 Abs. 2 Satz 2 findet Anwendung. |
Paragraph 765.
(1) Durch den Bürgschaftsvertrag verpflichtet sich der Bürge gegenüber dem
Gläubiger eines Dritten, für die Erfüllung der Verbindlichkeit des Dritten
einzustehen.
(2) Die Bürgschaft kann auch für eine künftige oder eine bedingte
Verbindlichkeit übernommen werden. |
Paragraph 865.
Die Vorschriften der §§ 858 bis 864 gelten auch zugunsten desjenigen, welcher
nur einen Teil einer Sache, insbesondere abgesonderte Wohnräume oder andere
Räume, besitzt. |
Paragraph 965.
(1) Wer eine verlorene Sache findet und an sich nimmt, hat dem Verlierer oder
dem Eigentümer oder einem sonstigen Empfangsberechtigten unverzüglich Anzeige zu
machen.
(2) Kennt der Finder die Empfangsberechtigten nicht oder ist ihm ihr
Aufenthalt unbekannt, so hat er den Fund und die Umstände, welche für die
Ermittlung der Empfangsberechtigten erheblich sein können, unverzüglich der
zuständigen Behörde anzuzeigen. Ist die Sache nicht mehr als zehn Deutsche Mark
wert, so bedarf es der Anzeige nicht. |
| |