| Paragraph47.
Fällt das Vereinsvermögen nicht an den Fiskus, so muß eine Liquidation
stattfinden. |
Paragraph 117.
(1) Wird eine Willenserklärung, die einem anderen gegenüber abzugeben ist,
mit dessen Einverständnisse nur zum Schein abgegeben, so ist sie nichtig.
(2) Wird durch ein Scheingeschäft ein anderes Rechtsgeschäft verdeckt, so
finden die für das verdeckte Rechtsgeschäft geltenden Vorschriften
Anwendung. |
Paragraph 275.
(1) Der Schuldner wird von der Verpflichtung zur Leistung frei, soweit die
Leistung infolge eines nach der Entstehung des Schuldverhältnisses eintretenden
Umstandes, den er nicht zu vertreten hat, unmöglich wird.
(2) Einer nach der Entstehung des Schuldverhältnisses eintretenden
Unmöglichkeit steht das nachträglich eintretende Unvermögen des Schuldners zur
Leistung gleich. |
Paragraph 318.
(1) Die einem Dritten überlassene Bestimmung der Leistung erfolgt durch
Erklärung gegenüber einem der Vertragschließenden.
(2) Die Anfechtung der getroffenen Bestimmung wegen Irrtums, Drohung oder
arglistiger Täuschung steht nur den Vertragschließenden zu; Anfechtungsgegner
ist der andere Teil. Die Anfechtung muß unverzüglich erfolgen, nachdem der
Anfechtungsberechtigte von dem Anfechtungsgrunde Kenntnis erlangt hat. Sie ist
ausgeschlossen, wenn dreißig Jahre verstrichen sind, nachdem die Bestimmung
getroffen worden ist. |
Paragraph 458.
(1) Die Wirksamkeit eines den Vorschriften der §§ 456, 457 zuwider erfolgten
Kaufes und der Übertragung des gekauften Gegenstandes hängt von der Zustimmung
der bei dem Verkauf als Schuldner, Eigentümer oder Gläubiger Beteiligten ab.
Fordert der Käufer einen Beteiligten zur Erklärung über die Genehmigung auf, so
finden die Vorschriften des § 177 Abs. 2 entsprechende Anwendung.
(2) Wird infolge der Verweigerung der Genehmigung ein neuer Verkauf
vorgenommen, so hat der frühere Käufer für die Kosten des neuen Verkaufs sowie
für einen Mindererlös aufzukommen. |
Paragraph671.
(1) Der Auftrag kann von dem Auftraggeber jederzeit widerrufen, von dem
Beauftragten jederzeit gekündigt werden.
(2) Der Beauftragte darf nur in der Art kündigen, daß der Auftraggeber für
die Besorgung des Geschäfts anderweit Fürsorge treffen kann, es sei denn, daß
ein wichtiger Grund für die unzeitige Kündigung vorliegt. Kündigt er ohne
solchen Grund zur Unzeit, so hat er dem Auftraggeber den daraus entstehenden
Schaden zu ersetzen.
(3) Liegt ein wichtiger Grund vor, so ist der Beauftragte zur Kündigung auch
darin berechtigt, wenn er auf das Kündigungsrecht verzichtet hat. |
Paragraph 715.
Ist im Gesellschaftsvertrag ein Gesellschafter ermächtigt, die anderen
Gesellschafter Dritten gegenüber zu vertreten, so kann die Vertretungsmacht nur
nach Maßgabe des § 712 Abs. 1 und, wenn sie in Verbindung mit der Befugnis zur
Geschäftsführung erteilt worden ist, nur mit dieser entzogen werden. |
Paragraph 856.
(1) Der Besitz wird dadurch beendigt, daß der Besitzer die tatsächliche
Gewalt über die Sache aufgibt oder in anderer Weise verliert.
(2) Durch eine ihrer Natur nach vorübergehende Verhinderung in der Ausübung
der Gewalt wird der Besitz nicht beendigt. |
Paragraph 916.
Wird durch den Überbau ein Erbbaurecht oder eine Dienstbarkeit an dem
Nachbargrundstücke beeinträchtigt, so finden zugunsten des Berechtigten die
Vorschriften der §§ 912 bis 914 entsprechende Anwendung. |
Paragraph27.
(1) Die Bestellung des Vorstandes erfolgt durch Beschluß der
Mitgliederversammlung.
(2) Die Bestellung ist jederzeit widerruflich, unbeschadet des Anspruchs auf
die vertragsmäßige Vergütung. Die Widerruflichkeit kann durch die Satzung auf
den Fall beschränkt werden, daß ein wichtiger Grund für den Widerruf vorliegt;
ein solcher Grund ist insbesondere grobe Pflichtverletzung oder Unfähigkeit zur
ordnungsmäßigen Geschäftsführung.
(3) Auf die Geschäftsführung des Vorstandes finden die für den Auftrag
geltenden Vorschriften der §§ 664 bis 670 entsprechende Anwendung. |
Paragraph 138.
(1) Ein Rechtsgeschäft, das gegen die guten Sitten verstößt, ist nichtig.
(2) Nichtig ist insbesondere ein Rechtsgeschäft, durch das jemand unter
Ausbeutung der Zwangslage, der Unerfahrenheit, des Mangels an Urteilsvermögen
oder der erheblichen Willensschwäche eines anderen sich oder einem Dritten für
eine Leistung Vermögensvorteile versprechen oder gewähren läßt, die in einem
auffälligen Mißverhältnis zu der Leistung stehen. |
Paragraph 238.
(1) Eine Hypothekenforderung, eine Grundschuld oder eine Rentenschuld ist zur
Sicherheitsleistung nur geeignet, wenn sie den Voraussetzungen entspricht, unter
denen am Orte der Sicherheitsleistung Mündelgeld in Hypothekenforderungen,
Grundschulden oder Rentenschulden angelegt werden darf.
(2) Eine Forderung, für die eine Sicherungshypothek besteht, ist zur
Sicherheitsleistung nicht geeignet. |
Paragraph 339.
Verspricht der Schuldner dem Gläubiger für den Fall, daß er seine
Verbindlichkeit nicht oder nicht in gehöriger Weise erfüllt, die Zahlung einer
Geldsumme als Strafe, so ist die Strafe verwirkt, wenn er in Verzug kommt.
Besteht die geschuldete Leistung in einem Unterlassen, so tritt die Verwirkung
mit der Zuwiderhandlung ein. |
Paragraph 439.
(1) Der Verkäufer hat einen Mangel im Rechte nicht zu vertreten, wenn der
Käufer den Mangel bei dem Abschlusse des Kaufes kennt.
(2) Eine Hypothek, eine Grundschuld, eine Rentenschuld, eine Schiffshypothek
oder ein Pfandrecht hat der Verkäufer zu beseitigen, auch wenn der Käufer die
Belastung kennt. Das gleiche gilt von einer Vormerkung zur Sicherung des
Anspruchs auf Bestellung eines dieser Rechte. |
Paragraph641.
(1) Die Vergütung ist bei der Abnahme des Werkes zu entrichten. Ist das Werk
in Teilen abzunehmen und die Vergütung für die einzelnen Teile bestimmt, so ist
die Vergütung für jeden Teil bei dessen Abnahme zu entrichten.
(2) Eine in Geld festgesetzte Vergütung hat der Besteller von der Abnahme des
Werkes an zu verzinsen, sofern nicht die Vergütung gestundet ist. |
Paragraph 738.
(1) Scheidet ein Gesellschafter aus der Gesellschaft aus, so wächst sein
Anteil am Gesellschaftsvermögen den übrigen Gesellschaftern zu. Diese sind
verpflichtet, dem Ausscheidenden die Gegenstände, die er der Gesellschaft zur
Benutzung überlassen hat, nach Maßgabe des § 732 zurückzugeben, ihn von den
gemeinschaftlichen Schulden zu befreien und ihm dasjenige zu zahlen, was er bei
der Auseinandersetzung erhalten würde, wenn die Gesellschaft zur Zeit seines
Ausscheidens aufgelöst worden wäre. Sind gemeinschaftliche Schulden noch nicht
fällig, so können die übrigen Gesellschafter dem Ausscheidenden, statt ihn zu
befreien, Sicherheit leisten.
(2) Der Wert des Gesellschaftsvermögens ist, soweit erforderlich, im Wege der
Schätzung zu ermitteln. |
Paragraph 837.
Besitzt jemand auf einem fremden Grundstück in Ausübung eines Rechtes ein
Gebäude oder ein anderes Werk, so trifft ihn an Stelle des Besitzers des
Grundstücks die im § 836 bestimmte Verantwortlichkeit. |
Paragraph 937.
(1) Wer eine bewegliche Sache zehn Jahre im Eigenbesitze hat, erwirbt das
Eigentum (Ersitzung),
(2) Die Ersitzung ist ausgeschlossen, wenn der Erwerber bei dem Erwerbe des
Eigenbesitzes nicht in gutem Glauben ist oder wenn er später erfährt, daß ihm
das Eigentum nicht zusteht. |
| |